Ergotherapie

„Je mehr ich abgebe, desto mehr verliere ich.“
Gisela H., 73 Jahre, Heimbewohnerin mit Demenz über ihre Selbständigkeit
Im Rahmen der Ergotherapie werden Bewegungsabläufe, die Wahrnehmung und kognitive Fähigkeiten gefördert und trainiert. Dabei geht es immer um den Erhalt und die Verbesserung der Lebensqualität durch den Fokus auf Selbständigkeit und Selbstwirksamkeit.
„Ergo“ bedeutet hier „Handlung, Aktivität, Tat“, während die eigentliche Bedeutung von „Therapie“ „Dienen“ ist. Im geriatrischen Bereich empfinde ich eine Rückbesinnung auf diesen eigentlichen Wortinhalt oft als hilfreich. Es müssen keine ganz großen Ziele mehr erreicht werden, um den Patienten wieder fit für den Beruf zu machen oder Ähnliches, sondern es geht darum, gemeinsam mit dem hochaltrigen Menschen erreichbare Ziele zu finden, sich nach seinen Wünschen auszurichten, die sich nicht unbedingt mit unserer Vorstellung decken müssen. Der Ursprungsgedanke ist also, sich auf die individuellen Bedürfnisse der alten Menschen einzustellen und ihnen zur Seite zu stehen.
Im therapeutischen Alltag biete ich Einzeltherapien an wie z.B. zur Förderung der Finger- und Handmotorik, thermische Anwendungen, Aktivierungsübungen, Gleichgewichtstraining und Sturzprophylaxe. In wöchentlichen Gruppentherapien findet das Gedächtnistraining statt sowie eine Ergogruppe für Menschen mit Demenz, Kreativgruppen und Projektangebote (Fotoprojekte).
